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Vorzeitiger Samenerguss – bis zu einem Drittel aller Männer sind betroffen
Neues Medikament zur Behandlung der häufigsten Sexualstörung bei Männern

Vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox) stand die letzten Jahre im Schatten der Berichterstattung über Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion). Dabei betrifft vorzeitiger Samenerguss bis zu einem Drittel aller Männer und kann zu massivem Leidensdruck und Problemen im Beziehungs- und Sexualleben der Betroffenen führen. Mit Priligy® (Dapoxetin) steht seit Mai 2009 eine vielversprechende neue Therapieoption zur Verfügung.

Wann spricht man von vorzeitigem Samenerguss?

Vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox) hängt nicht nur von der Zeit bis zur Ejakulation ab, sondern ist ein Symptomkomplex, der folgendermaßen definiert ist:1-3

• Samenerguss, der immer oder nahezu immer bereits bei minimaler Stimulation vor, bei oder kurz nach dem Eindringen in die Vagina auftritt.
• Unfähigkeit, die Ejakulation kurz vor oder beim Eindringen in die Vagina zu steuern oder hinauszuzögern
• Negative persönliche Auswirkungen, beispielsweise persönlicher Leidensdruck

Vor allem das Gefühl, die Ejakulation nicht kontrollieren zu können, ist ein wesentlicher Hinweis für das Bestehen einer Ejaculatio praecox.

Vorzeitiger Samenerguss ist eine von namhaften Gesundheitsorganisationen wie der WHO oder der Internationalen Gesellschaft für Sexualmedizin anerkannte sexuelle Funktionsstörung.
Zwischen 5 bis 30 % aller Männer sind irgendwann im Lauf ihres Lebens betroffen.4 Damit ist vorzeitiger Samenerguss als häufigste sexuelle Funktionsstörung bei Männern einzustufen. In Österreich könnten bis zu 700.000 Männer betroffen sein, 135.000 davon schwer, d.h., mit massivem Leidensdruck der Betroffenen selbst sowie in deren Partnerschaften bis hin zur Unmöglichkeit einer entsprechenden Familienplanung. Das Auftreten von vorzeitigem Samenerguss ist in allen Altersgruppen und Bevölkerungsschichten ähnlich.5 Vorzeitiger Samenerguss kann bereits bei Beginn der sexuellen Aktivität eines Mannes auftreten oder sich erst später im Leben entwickeln.

Wie gehen betroffene Männer mit dem Problem des vorzeitigen Samenergusses um?

Eine europaweit durchgeführte Befragung von 12.000 Männern ergab, dass die Zufriedenheit mit dem Sexualleben bei Männern mit vorzeitigem Samenerguss deutlich geringer war als in der Durchschnittsbevölkerung. Die betroffenen Männer berichteten über geringeres Interesse an Sex, Ausbleiben des Orgasmus, aber auch über Erektionsprobleme, ausgelöst durch die Angst vor der vorzeitigen Ejakulation und der damit verbundenen Unzufriedenheit der Partnerin mit dem Geschlechtsverkehr.5

Dennoch trauen sich viele Frauen nicht, das Thema offen anzusprechen, weil sie Angst haben, die Gefühle ihres Partners zu verletzen bzw. dem Partner das Gefühl zu geben, dass er sexuell nicht entspricht.
In einer vor kurzem von einem österreichischen Marktforschungsinstitut durchgeführten Befragung beschrieben betroffene Männer ihre Situation.6 Der Großteil der Befragten ist mit vorzeitigem Samenerguss bereits seit Anfang der sexuellen Aktivität in jungen Jahren konfrontiert. Die Häufigkeit des Auftretens reicht von beinahe bei jedem Geschlechtsverkehr bis zu lediglich bei etwa jedem fünften Geschlechtsverkehr. Vor allem belastend ist die kaum oder nicht vorhandene Steuerbarkeit der Ejakulation, die von den Befragten so beschrieben wird: „Sobald das Gefühl der Ejakulation aufkommt, ist sie auch nicht mehr zu stoppen.“ Dadurch wird eine Versagensangst verursacht, die bis zum Unvermögen führen kann, sich auf einen Geschlechtsverkehr einzulassen. „Ein Problem ist schon, dass ich weiß, dass die Möglichkeit besteht.“
Betroffene Männer suchen „die Schuld“ oft bei sich, da sie nicht wissen, dass es sich bei ihrem Problem um eine ernst zu nehmende sexuelle Funktionsstörung handelt und trauen sich daher auch nicht, ärztliche Hilfe aufzusuchen.

Neues Medikament zur Behandlung des vorzeitigen Samenergusses am Markt

In Österreich ist seit 1. Mai 2009 Priligy® - ein neues Medikament zur Behandlung des vorzeitigen Samenergusses - am Markt. Thomson Reuters, einer der weltweit größten Anbieter von Informationsdiensten und Finanzdaten, hat Priligy® in seinem Pharma-Report unter die fünf vielversprechendsten Medikamente gewählt, die im ersten Quartal 2009 auf den Markt gekommen sind bzw. zugelassen wurden.7 Dapoxetin, der Wirkstoff in Priligy®, bewirkt eine Erhöhung des Serotoninspiegels. Serotonin ist eine natürlich im Körper vorkommende Substanz, die die Zeit bis zum Samenerguss verlängern kann, indem die mit vorzeitigem Samenerguss verbundenen Signalwege im Körper verlangsamt werden. Priligy® wirkt schnell (1 bis 3 Stunden nach der Einnahme) und wird rasch wieder aus dem Körper ausgeschieden.8

Mit Priligy® behandelte Männer konnten folgende Erfahrungen machen:9
• Verlängerter Zeitraum bis zum Samenerguss
• Gefühl der besseren Kontrolle über den Samenerguss
• Höhere Zufriedenheit beim Geschlechtsverkehr
• Verminderter Leidensdruck

Im Allgemeinen tritt bereits bei der ersten Anwendung von Priligy® eine Besserung des vorzeitigen Samenergusses ein. Manchmal muss Priligy® jedoch mehrere Male eingenommen werden, bevor eine Besserung zu spüren ist.

Priligy® ist in den Wirkstärken 30 und 60 mg erhältlich. Die Anfangstherapie erfolgt mit 30 mg, wenn es erforderlich ist, kann auf 60 mg erhöht werden. Priligy® wird bei Bedarf 1-3 Stunden vor dem Geschlechtsverkehr mit einem Glas Flüssigkeit eingenommen. In klinischen Studien führte Priligy® nicht nur zu einer deutlichen Verlängerung der Zeit bis zur Ejakulation, sondern auch zu einer Verbesserung des persönlichen Empfindens über die Kontrolle der Ejakulation. Die Zufriedenheit mit dem Geschlechtsverkehr verbesserte sich nicht nur bei den betroffenen Männern, sondern auch bei deren Partnerinnen.9
Priligy® ist gegen ärztliche Verschreibung in allen öffentlichen Apotheken erhältlich und wird nicht von der Krankenkasse bezahlt.
Literaturangaben

1.McMahon, C.G., et al., An Evidence-Based Definition of Lifelong Premature Ejaculation: Report of the International Society for Sexual Medicine (ISSM) Ad Hoc Committee for the Definition of Premature Ejaculation.,J Sex Med 2008
2. Montague, D.K.., et al., AUA guideline on the pharmacologic management of premature ejaculation. J Urol 2004.172(1):p.290-4
3. European Association of Urology. Guidelines on disorders of ejaculation. 2001: Available at
http://www.uroweb.org/fileadmin/tx_eauguidelines/2001_Disorders_of_Ejaculation.PDF. Last accessed February 2009
4. American Urological Association. Guideline on the pharmacologic management of premature ejaculation. 2004.
http://www.auanet.org. Accessed December 9, 2008.
5. Porst, H., et al., The Premature Ejaculation Prevalence and Attitudes (PEPA) survey: prevalence, comorbidities, and professional help-seeking. Eur Urol, 2007. 51(3): p. 816-23; discussion 824.
6. Gfk Tiefeninterviews “Ejaculatio praecox” 07/2009; Janssen-Cilag Österreich data on file
7. Expert review from Thomson Reuters of the most promising drugs changing clinical phase, receiving approval and launched this quarter, based on the strategic data and insight of Thomson Pharma®, the world’s leading pharmaceutical competitive intelligence solution. January–March 2009
8. Fachinformation PRILIGY® Dezember 2008
9. Pryor, J.L., et al., Efficacy and tolerability of dapoxetine in treatment of premature ejaculation: an integrated analysis of two double-blind, randomised controlled trials. Lancet, 2006. 368(9539): S. 929-37.