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Harninkontinenz –Ungewollter Harnverlust

 Streßinkontinenz:

ungewollter Harnabgang beim Husten, Niesen, schwerem Heben, Treppensteigen, ohne Harndrang. Davon sind hauptsächlich Frauen betroffen.

Therapie: Beckenbodentraining-Physikotherapie oder Biofeedbackkontrolle, Östrogenhaltige Salben und Scheidenzäpfchen. Wenn nach 3 Monaten keine zufriedenstellende Kontinenz erreicht wird sollte eine operative Therapie durchgeführt werden.

Dranginkontinenz:

unfreiwilliger Harnabgang mit starken zwanghaftem Harndrang. Betroffen sind Männer und Frauen vor allem in höherem Alter so sowie Patienten nach Schlaganfällen.

Therapie: Blasentraining, Elektrostimulation der Blasennerven,Medikamente

Überlaufinkontinenz:

Harnverlust bei voller Blase oder großer Restharnmenge. Bei Männern im Rahmen der Prostataerkrankung, Harnröhrenverengungen.

Therapie: Katheterismus, Beseitigung der Ursache

Enuresis:

Nächtliches Einnässen bei Kindern: Bei Kindern ab 5 Jahren Notwendigkeit der Abklärung.Ursache ist eine vermehrte nächtliche Harnflut-die Blasenspeicherkapazität wird überschritten und das Kind uriniert in das Bett.

Therapie: Reduzierung der nächtlichen Harnmenge durch einen Hormonersatz In Form eines Nasensprays oder Tabletten.

Trotz des weitverbreiteten Problemes des Harnverlustes nehmen nur 25%der Patienten mit Harnverlust ärztliche Hilfe in Anspruch.
Auch hier ist der Urologe ein kompetenter Partner bei der Behandlung.