Prostataerkrankungen
Die Vorsteherdrüse befindet sich zwischen der Harnblase und dem Beckenboden, umgibt die männliche Harnröhre und ist vom Mastdarm tastbar. Sie produziert Bestandteile der Ejakulation.
Benigne Prostatahyperplasie - gutartige Prostatavergrößerung:
Etwa ab dem 35. Lebensjahr kommt es auf Grund einer hormonellen Umstellung zum Größenwachstum der Prostata. Bei ca 90 % aller 80 jährigen Männer findet man diese Erkrankung.
Symptome: Harnstrahlabschwächung, häufiger Harndrang, Restharnbildung, Harnsperre mit Rückstau in das Nierenbeckenkelchsystem.
Therapie:
Medikamentös :Alphablocker(beheben die Beschwerden) 5-alpha-Reduktasehemmer (Verkleinerung der Prostata)
Operativ: Resektion der Prostata durch die Harnröhre(TURP),offene Prostataentfernung(Bauchschnitt)und alternative Methoden mit Mikrowelle, Laser etc.(zB TUMT)
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Normale Prostata |

Vergrößerung mit beginnender Dekompensation und Restharn |
Starke Vergrößerung mit zunehmendem Restharn |
Prostatakrebs
Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Sie verläuft am Beginn symptomlos. Ab dem 45. Lebensjahr sollte jeder Mann eine Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen.
1. rektale Untersuchung der Prostata durch den Urologen
2. Bestimmung des PSA (prostataspezifisches Antigen)
3. transrektaler Ultraschall
4. PCA3 Test
Bei Verdacht auf Prostatakrebs muss eine mehrfache Biopsie der Prostata durchgeführt werden.
Therapie: je nach Fortschritt der Erkrankung 1. die radikale Entfernung der Prostata und Samenblasen 2. die Bestrahlung der Prostata (Radiatio) 3. Bestrahlung und Hormontherapie 4. hormonelle oder chirurgische Kastration (max. Hormonblockade)=
Prostatitis = Prostataentzündung
Es gibt 1. die akute bakterielle Prostatitis mit Fieber, Krankheitgefühl, schmerzhaften Urinieren bis zum Harnverhalt und Abszeßbildung. 2. die chronische bakterielle Prostatitis 3. die chron. Prostatitis unbekannter Ursache 4. Prostatadynie. Die Beschwerden der letzten 3 Erkrankungen sind unspezifisch wie Druck am Schambein und Damm, Hodenschmerzen, schmerzhaftes u. häufiges Urinieren, Erektionsstörungen u. Jucken u. Brennen am After etc.
Therapie: hochdosierte langdauernde Antibiotikagaben und entzündungshemmende Maßnahmen.
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